15.04. - 08.07.2026: Lebensbewältigung – Antike Werkzeuge für moderne Probleme?
Eine Reihe von Online-Vorträgen und gemeinsamen Reflexionen der JGU Mainz
Die Reihe ist Teil des Projekts „Lebenshilfe“ an der JGU (u. d. Ltg. v. Chr. Walde, A. Ambühl und M. Heinemann), einer interdisziplinären Initiative, die untersucht, wie antike Texte, Ideen und Praktiken eine Form von Lebenshilfe darstellen – praktische Orientierung und Unterstützung im Umgang mit grundlegenden Herausforderungen des menschlichen Lebens, sowohl in der Antike als auch heute. Das Projekt vereint Perspektiven aus Klassischer Philologie, Philosophie, Theologie, Literaturwissenschaft, Psychologie, Psychotherapie und verwandten Bereichen und fragt, wie antike Reflexionen über Leid, Glück, Krankheit, Altern oder Verlust auch heute noch mit modernen Erfahrungen in Resonanz treten, diese herausfordern oder bereichern können. Die Vortragsreihe möchte einen gemeinsamen Raum für den Dialog zwischen verschiedenen Disziplinen und Perspektiven schaffen. Jede Veranstaltung widmet sich einem relevanten Lebensthema und beleuchtet es anhand antiker Texte und ihrer Rezeption, insbesondere im Hinblick auf Bewältigungsstrategien, Resilienz und ein gutes Leben.
Ablauf:
Zwei Referenten behandeln denselben antiken Text oder dieselbe Textpassage, die entweder gemeinsam ausgewählt oder von uns im Voraus bereitgestellt wird. Jeder Referent hält einen 20-minütigen Vortrag und nähert sich dem Text aus seiner jeweiligen disziplinären oder methodischen Perspektive. Anschließend findet eine Diskussion statt, in der erörtert wird, wie unterschiedliche Lesarten, Kontexte und Rezeptionen die Bedeutung und das Potenzial des Textes als Lebenshilfe verändern. Unser Ziel ist nicht, eine einzige „Antwort“ zu finden, sondern zu sehen, was sich ergibt, wenn antike Quellen aus verschiedenen Blickwinkeln gelesen und mit aktuellen Fragestellungen in Dialog gebracht werden.
Programm:
15. April: Trauer und Trost – Stephanie Holton (Klassische Philologie / Milton Keynes), Fabio Tutrone (Klassische Philologie / Palermo)
29. April: Erschöpfung und Schlaf – Emma Scioli (Klassische Philologie / Kansas), Christine Walde (Klassische Philologie / Mainz)
27. Mai: Psychische Gesundheit und Krankheit – Chiara Thumiger (Klassische Philologie / HU Berlin), Jessica Wright (Medizinische Geisteswissenschaften / Freiberuflich)
17. Juni: Kindheit und Lebensbewältigung – Vered Lev Kenaan (Klassische Philologie / Haifa), Katarzyna Marciniak (Klassische Philologie / Warschau)
24. Juni: Altern – Kathrin Gabler (Ägyptologie / Mainz), Albertina Oegema (Theologie / Mainz)
08. Juli: Schmerz – N.N., Elina Pyy (Alte Geschichte / Helsinki)
Zeitrahmen:
mittwochs, 18:15 - 20:00 Uhr
Veranstaltungsort:
online (https://teams.microsoft.com/meet/389477821316625?p=jJXSjKNgM4XHDtpesA)
Weitere Informationen:
https://lebenshilfe.uni-mainz.de/
Zur Anmeldung:
keine Anmeldung nötig



